Technik: So funktioniert eine Pelletheizung
Eine Pelletheizung arbeitet ähnlich komfortabel wie eine Öl- oder Gasheizung – sie braucht aber Lagerraum und etwas mehr Pflege.
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Die Bausteine
- Pelletlager: Ein trockener Raum, ein Gewebetank oder ein Erdtank. Aus dem Lager fördert eine Förderschnecke oder ein Saugsystem die Pellets zum Kessel.
- Kessel: Hier verbrennen die Pellets automatisch. Sensoren steuern Luftzufuhr und Leistung. Moderne Kessel passen sich dem Wärmebedarf an.
- Pufferspeicher: Ein Wasserspeicher, der Wärme zwischenspeichert, damit der Kessel gleichmäßig läuft und seltener startet. Bei vielen Anlagen ist er Pflicht oder wird von den Herstellern vorgeschrieben.
- Abgasanlage: Ein geeigneter Schornstein; häufig muss er für Pelletkessel angepasst oder neu ausgekleidet werden.
- Aschebox: Pellets hinterlassen wenig Asche (bei ENplus A1 höchstens 0,7 %). Je nach Kessel wird sie alle paar Wochen entleert.
Wie viel Platz braucht das Lager?
Pellets haben eine Schüttdichte von etwa 650 kg/m³ und einen Heizwert von rund 5 kWh je Kilogramm. Für ein Haus mit 20.000 kWh Jahresbedarf ergeben sich grob 4 Tonnen oder etwa 6 Kubikmeter Pellets. Das Lager sollte so dimensioniert sein, dass es einen Jahresbedarf aufnehmen kann, damit Sie zum günstigen Zeitpunkt kaufen können. Der Lieferant muss das Lager mit dem Silofahrzeug gut erreichen.
Die Pelletqualität
Die Qualität der Pellets beeinflusst Wirkungsgrad, Staub und Wartungsaufwand. Das Qualitätssiegel ENplus A1 kennzeichnet Pellets für Haushaltskessel. Es verlangt unter anderem geringen Aschegehalt, ausreichende Festigkeit und wenig Abrieb. Hersteller von Kesseln geben meist vor, welche Qualität sie voraussetzen; wer davon abweicht, riskiert die Garantie.
Wartung und Betrieb
- Jährliche Wartung durch den Fachbetrieb. Dazu gehören Reinigung, Prüfung der Sensoren und Kontrolle der Fördertechnik.
- Regelmäßige Messung durch den Schornsteinfeger.
- Gelegentlich das Lager auf Staub und Feinanteile prüfen. Feinanteil am Lagerboden kann Störungen verursachen.
- Pellets trocken lagern: Feuchtigkeit lässt sie aufquellen und unbrauchbar werden.
Pelletofen oder Pelletkessel?
| Pelletofen | Pelletkessel | |
|---|---|---|
| Zweck | Wärmt vor allem den Aufstellraum, wasserführende Modelle auch das Heizungssystem | Versorgt das ganze Haus und das Warmwasser |
| Bedienung | Oft nachfüllen von Hand (Vorratsbehälter) | Automatisch aus dem Lager |
| Einsatz | Ergänzung oder Übergangsheizung | Hauptheizung |
Für die Auslegung einer Anlage braucht es immer eine Berechnung der Heizlast für das konkrete Haus. Dafür sind Fachbetriebe oder Energieberater zuständig.