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Häufige Fragen zu Pelletheizungen

Kurze, sachliche Antworten auf die Fragen, die Hausbesitzer am häufigsten stellen. Für Ihr Haus gilt am Ende immer die Beratung vor Ort.

Zuletzt aktualisiert: · Lesezeit etwa 3 Min.

Auf einen Blick: Antworten zu Pellets, Lagerraum (etwa 1,5 m³ je Tonne), Pufferspeicher, Stromausfall, Asche, Wartung und dem Vergleich mit Wärmepumpe, Hackschnitzeln und Scheitholz.

Was sind Holzpellets überhaupt?

Holzpellets sind kleine, gepresste Zylinder aus Säge- und Hobelspänen, meist rund 6 Millimeter dick und wenige Zentimeter lang. Sie halten ohne chemische Bindemittel zusammen, weil das im Holz enthaltene Lignin beim Pressen als natürlicher Kleber wirkt. Durch das Pressen haben sie eine hohe Energiedichte, sind gut rieselfähig und lassen sich dadurch automatisch fördern.

Was kostet eine Pelletheizung?

Das hängt stark von Leistung, Lagerlösung, Schornstein, Pufferspeicher und Aufwand beim Einbau ab. Pauschale Preise wären irreführend. Holen Sie mindestens zwei bis drei schriftliche Angebote von Fachbetrieben ein, vergleichen Sie, was jeweils enthalten ist, und lassen Sie die Förderung von Anfang an mitplanen (siehe Förderung). Die laufenden Brennstoffkosten finden Sie unter Preise & Kosten.

Wie viel Platz brauche ich für das Lager?

Als Faustregel brauchen Sie für 1 Tonne Pellets etwa 1,5 Kubikmeter Lagerraum. Ein Haus mit 4 Tonnen Jahresverbrauch braucht also grob 6 Kubikmeter. Lagerarten sind ein Raum im Keller oder Nebengebäude, ein Gewebetank im Raum, ein Erdtank oder ein Fertigsilo. Mehr dazu unter Technik.

Ist das Lagern von Pellets gefährlich?

In geschlossenen Pelletlagern kann sich Kohlenmonoxid bilden, weil frisches Holz langsam ausgast. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband und die Hersteller weisen darauf hin, ein Pelletlager vor dem Betreten ausreichend zu lüften und nicht allein oder ohne Vorkehrungen hineinzugehen. Beachten Sie die Hinweise Ihres Herstellers und Installateurs.

Braucht eine Pelletheizung einen Pufferspeicher?

Bei vielen Anlagen ja, oder der Hersteller empfiehlt ihn ausdrücklich. Der Speicher nimmt überschüssige Wärme auf, sodass der Kessel gleichmäßig läuft und seltener ein- und ausschaltet. Das schont die Technik und verbessert den Wirkungsgrad. Für die Förderung gibt es teilweise Vorgaben, siehe Merkblatt.

Was passiert bei Stromausfall?

Pelletkessel brauchen Strom für Gebläse, Förderschnecke, Zündung und Regelung. Ohne Strom heizt der Kessel deshalb nicht. Wer das absichern möchte, kann über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung oder ein Notstromkonzept nachdenken. Fragen Sie dazu Ihren Installateur.

Wie oft muss ich Asche entleeren?

Pellets von guter Qualität (ENplus A1) hinterlassen nur wenig Asche, höchstens 0,7 % der Pelletmasse. Je nach Kessel und Verbrauch ist die Aschebox deshalb nur alle paar Wochen voll. Bei manchen Kesseln verdichtet eine Schnecke die Asche in der Box, sodass noch seltener geleert werden muss.

Kann ich jede Pelletsorte verwenden?

Verwenden Sie die Pellets, die der Kesselhersteller vorgibt, meist ENplus A1. Falsche Pellets können zu Verschlackung, höherem Verschleiß und mehr Staub führen und im ungünstigen Fall die Garantie gefährden.

Pellets, Hackschnitzel oder Scheitholz?

PelletsHackschnitzelScheitholz
KomfortVollautomatischVollautomatischHandarbeit
LagerbedarfMittelHochHoch (trocken)
EinsatzHaus, GewerbeGrößere Objekte, LandwirtschaftEigener Wald oder Holzzugang
BrennstoffqualitätGenormtSchwankt mit FeuchteAbhängig von Trocknung

Pelletheizung oder Wärmepumpe?

Beide sind erneuerbar, aber sie passen zu unterschiedlichen Häusern. Wärmepumpen arbeiten besonders effizient bei niedrigen Vorlauftemperaturen, etwa mit Fußbodenheizung oder großen Heizkörpern in gut gedämmten Häusern. Pelletheizungen liefern auch hohe Vorlauftemperaturen und passen oft zu Altbauten mit kleinen Heizkörpern, wenn Platz für ein Lager vorhanden ist. Die Betriebskosten hängen bei der Wärmepumpe am Strompreis, bei der Pelletheizung am Pelletpreis. Eine Energieberatung kann beides für Ihr Haus durchrechnen.

Wie lange hält eine Pelletheizung?

Bei regelmäßiger Wartung und guter Brennstoffqualität halten Kessel viele Jahre. Konkrete Angaben machen die Hersteller; fragen Sie nach Garantiebedingungen und Wartungsverträgen, vor allem nach Verschleißteilen wie Zündung, Förderschnecke und Brennraum.

Darf ich einfach eine alte Heizung austauschen?

Das hängt vom Gebäudeenergiegesetz, von Ihrer Gemeinde (Stichwort kommunale Wärmeplanung) und von den Vorgaben des Schornsteinfegers ab. Sprechen Sie vor der Entscheidung mit dem Bezirksschornsteinfeger, einem Fachbetrieb und gegebenenfalls Ihrer Verbraucherzentrale.